Sport

Rede: Nein zur Schwimmbad-Ausgliederung!

13. Juli 2017  Sport

Rede des Fraktionsvorsitzenden Ralf-D. Lange zum Tagesordnungspunkt 1.2: „Künftige Organisation der städtischen Bäder“ auf der Ratssitzung am 13. Juli 2017.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
meine Damen und Herren,

Ralf-D. Langedie Bochumer Linksfraktion lehnt alle Pläne ab, die bisher städtischen Schwimmbäder an eine privatrechtlich organisierte „Bochumer Bäder GmbH“ unter dem Dach der HVV, der Holding für Versorgung und Verkehr, abzugeben. Outsourcing bedeutet immer Demokratieabbau. Aber warum gibt es diese Pläne?

Es gibt einen riesigen Sanierungsstau. Bochums Bäder wurden über Jahrzehnte kaputt gespart, der Investitionsstau wird auf einen Betrag zwischen 30 und 70 Millionen Euro geschätzt, genaue Zahlen liegen nicht vor. Das Hallenfreibad Höntrop ist aktuell sogar vollständig unbenutzbar. Gegen unsere Stimmen haben SPD und Grüne ein Haushaltssicherungskonzept beschlossen, das nicht nur die Reduzierung der Freibad-Öffnungszeiten zur Folge hatte, sondern das sogar die Schließung eines weiteren Schwimmbads vorsieht. Ich kann ja verstehen, dass die rot-grüne Koalition angesichts solcher Pläne den Betrieb lieber in eine privatrechtliche GmbH auslagern will.

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Schwimmbäder: Erhalten statt kaputt kürzen!

04. Juli 2017  Soziales, Sport

Auf der kommenden Ratssitzung am 13. Juli wollen die SPD und die Grünen beschließen, die städtischen Schwimmbäder an eine privatrechtlich organisierte GmbH auszugliedern.

Die Linksfraktion setzt sich dafür ein, die Bäder weiterhin in direkter städtischer Trägerschaft zu halten. Außerdem fordert DIE LINKE, dass alle Bäder erhalten bleiben, die Kürzungen der Öffnungszeiten zurückgenommen werden, und dass auch in Höntrop möglichst bald wieder ein Hallenbad genutzt werden kann.

Aktuell informieren wir mit einem Flugblatt in den Bochumer Stadtteilen über die Auslagerungs-Pläne und über die rot-grüne Bochumer Schwimmbadkürzungspolitik. Denn mit der Reduzierung der Freibad-Saison und dem Zusammenstreichen der Öffnungszeiten setzt sich eine seit Jahren anhaltende Kürzungsorgie fort. Bereits 2010 wurden die Öffnungszeiten der Hallenbäder um 30 Prozent zusammengestrichen und die Wassertemperatur abgesenkt. 2012 mussten die Warmbadetage im Sommer dran glauben. Mit den Kürzungen organisiert sich die Stadt eine Abwärtsspirale: Wenn deshalb weniger Gäste kommen, lassen sich damit prima weitere Kürzungen begründen.

Bochumer Bäder retten! Wir fordern:

  • Breitenkultur statt Kommerz und Leuchtturmprojekte! Schwimmbäder ausreichend finanzieren!
  • Demokratische Kontrolle erhalten! Keine Auslagerung der städtischen Bäder in eine GmbH!
  • Kürzungen zurücknehmen! Freibadsaison für alle Bäder wieder vom 15. Mai bis zum 15. September. Bäder auch morgens öffnen. Keine Schließtage bei gutem Wetter, an Wochenenden und Feiertagen!
  • Alle Standorte erhalten! Rot-grünen Beschluss zur Schließung eines weiteren Bochumer Schwimmbads zurücknehmen!
  • Auch Höntrop braucht wieder ein benutzbares Hallenbad!
  • Schwimmbäder rechtzeitig sanieren! Sanierungsstau macht alles teurer.

Bochumer Schwimmbäder: Outsourcing ist Demokratie-Abbau!

07. Juni 2017  Soziales, Sport

Die Bochumer Linksfraktion lehnt den Plan der Stadtverwaltung und der rot-grünen Rathauskoalition ab, die bisher städtischen Schwimmbäder an eine privatrechtlich organisierte „Bochumer Bäder GmbH“ abzugeben.

Ralf-D. Lange„Wenn die Koalition die Ausgliederung durchsetzt, werden mehr Entscheidungen in nicht-öffentlichen Gesellschafterversammlungen und Aufsichtsräten getroffen, und weniger in den öffentlichen politischen Gremien“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende der LINKEN Ralf-D. Lange. „Seit Jahrzehnten werden die Schwimmbäder in unserer Stadt kaputt gespart. Es gibt einen riesigen Sanierungsstau, das Hallenfreibad Höntrop ist aktuell sogar vollständig unbenutzbar. Gegen unsere Stimmen haben SPD und Grüne ein Haushaltssicherungskonzept beschlossen, das nicht nur die Reduzierung der Freibad-Öffnungszeiten zur Folge hatte, sondern das sogar die Schließung eines weiteren Schwimmbads vorsieht. Ich kann ja verstehen, dass die rot-grüne Koalition angesichts solcher Pläne den Betrieb lieber in eine privatrechtliche GmbH auslagern will. Die ist von der Opposition und der Öffentlichkeit viel schwieriger zu kontrollieren. Außerdem ist das ein Versuch, die Verantwortung für Folgen dieser verhängnisvollen Politik weiter weg zu schieben, und es entsteht ein neuer lukrativer Geschäftsführer-Posten. Entdemokratisierung durch Outsourcing und Privatisierung lehnen wir jedoch ab.“

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VfL-Trainingslager-Absage: Klares Zeichen

24. November 2016  Sport

Sven-Eric Ratajczak, Mitglied der Linksfraktion im Ausschuss für Sport und Freizeit des Bochumer Rats, begrüßt die Entscheidung des VfL Bochum, in diesem Winter kein Trainingslager in der Türkei zu veranstalten.

sven„Während die Bundesregierung trotz aller Menschenrechtsverletzungen weiter mit Erdogan kuschelt, sendet der VfL damit ein deutliches Zeichen“, sagt Ratajczak. „Auch Sportvereine haben eine gesellschaftliche Verantwortung. Ein Trainingslager in der Türkei, als wäre nichts geschehen, wäre das völlig falsche Zeichen, während das AKP-Regime das Land gerade zu einer Diktatur umbaut.“

VfL-Chefcoach Gertjan Verbeek hat im Interview mit Westline erklärt, die Absage habe nicht nur finanzielle, sondern vor allem auch politische Gründe. Mit Erdogan wolle er „nichts zu tun haben“, erklärte der VfL-Trainer laut Westline.

Rede: Gegen die Olympia-Scheindebatte!

27. Oktober 2016  Sport

Redebeitrag von Ralf-D. Lange zum Tagesordnungspunkt 2.1. („Olympische Spiele in Nordrhein-Westfalen“) der Ratssitzung am 27.10.2016:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
meine Damen und Herren!

Ralf-D. LangeNachdem sich die Bevölkerung in Hamburg klar gegen olympische Spiele in der Hansestadt ausgesprochen hat, wird nun in NRW diskutiert, dieses Megaevent in unser Land zu holen. Die RVR-Verbandsversammlung hat in seiner letzten Sitzung mit den Stimmen der großen Koalition von SPD und CDU eine Olympia-Bewerbung der Region in einer Resolution befürwortet. Die Landesregierung hat sich vorsichtiger, aber auch wohlwollend geäußert. Und nun dieser gemeinsame Antrag der FDP/Stadtgestaltern mit CDU und SPD.

Bei Licht betrachtet sind die Chancen einer erfolgreichen Olympiabewerbung bescheiden. Nicht zuletzt, weil der Deutsche Olympische Sportbund überhaupt kein Interesse an dieser Bewerbung zeigt. Da das Thema derzeit gar nicht ansteht – das Bewerbungsverfahren für die Spiele 2028 startet erst 2019 – ist klar, welchem Zweck die Debatte dient: Mit der Sportbegeisterung der Menschen in NRW und in Bochum soll Wahlkampf gemacht werden. Ganzen Beitrag lesen »

Sportstättenentwicklungsplan: Demografischen Wandel neu buchstabieren!

17. März 2016  Sport

Rede von Ralf-D. Lange zum Tagesordnungspunkt 1.10 „Sportstättenentwicklungsplanung – Sportstättenbedarfsberechnung für den Fußballsport 2016“ auf der Ratssitzung am 17.03.2016

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
meine Damen und Herren,

Ralf-D. Langein den Sportstättenentwicklungsplan und besonders in die Sportstättenbedarfsberechnung für den Fußballsport, über die wir heute entscheiden, ist sicherlich viel gute und qualifizierte Arbeit gesteckt worden. Das wollen wir gar nicht anzweifeln, vielen Dank dafür an die Verwaltung.

Allerdings stammt das erhobene Zahlenmaterial aus den vergangenen Jahren und wir sind der Meinung, dass es damit leider hinfällig geworden ist. Früher wurde jede Schließung von Freizeitangeboten oder Schulen in der Stadt mit dem lapidaren Hinweis auf den demografischen Wandel begründet. Demografischer Wandel, das war das Zauberwort für Kürzungen und Abbau von Leistungen. Wir sehen in der jetzigen Situation, was die Schulschließungen von damals im Augenblick für Konsequenzen haben. Wir könnten nämlich viel mehr Schulen gebrauchen statt weniger.

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VfL Bochum: „Refugees Welcome“ ohne Bild-Werbung ist besser!

18. September 2015  Flüchtlinge, Sport

DIE LINKE. im Bochumer Rat begrüßt die Entscheidung des VfL Bochum, nicht an der Werbeaktion „Wir helfen!“ der Bild-Zeitung teilzunehmen.

sven„Die Entscheidung ist nachvollziehbar und richtig“, sagt Sven Ratajczak, der die Linksfraktion im Ausschuss für Sport und Freizeit vertritt. „Der VfL hat bereits Solidarität für Geflüchtete organisiert, als die Bild-Zeitung noch an vorderster Front gegen Menschen gehetzt hat, die bei uns Schutz vor Krieg, Verfolgung und blanker Not suchen. Und wenn die Bild-Chefredaktion nun dem FC Sankt Pauli unhaltbare Vorwürfe macht, kann die Konsequenz nur sein: Ebenfalls auf die Bild-Werbeaktion verzichten, und weiter die lokalen Initiativen unterstützen, die sich für eine offene Stadt ohne Rassismus einsetzen.“

Bereits im April hat die Linksfraktion die Zusammenarbeit des VfL Bochum mit flüchtlingspolitischen Initiativen begrüßt und als vorbildlich bezeichnet. Damals hatte der Verein gemeinsam mit der Faninitiative Bochum die Veranstaltung „Flüchtlinge aus dem Abseits“ organisiert, und VfL-Co-Trainer Thomas Reis bot ein Training für fußballbegeisterte Geflüchtete an. Als der VfL anschließend die BewohnerInnen der Bochumer Flüchtlingsunterkünfte ins Stadion einlud, wurden sie von den Fans mit einem 20 Meter langen „Refugees Welcome“-Banner begrüßt. Auch danach gab es weitere Aktionen. Erst vor zehn Tagen übergab eine Delegation des VfL Bochum Geflüchteten in Bochum-Laer dringend benötigte Sportkleidung. „So ein ausdauerndes und nachhaltiges Engagement ist nötig und unterstützenswert“, sagt Sven Ratajczak weiter. „Auf die Werbeaktion einer Boulevardzeitung, die ihre eigene Rolle bei der Verbreitung von flüchtlingsfeindlicher Hetze bisher überhaupt nicht aufgearbeitet hat, können wir dagegen gerne verzichten.“

VfL Bochum: Gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen!

21. Oktober 2014  Sport

Die Fraktion der LINKEN im Rat der Stadt Bochum begrüßt die Entscheidung der Vereinsmitglieder des VfL Bochum, den Vorstandsbeschluss zur Schließung der VfL-Frauenabteilung auszusetzen. Gleichzeitig fordert die Fraktion ein Konzept, mit dem die Förderung der Frauen- und Mädchenmannschaften sukzessive ausgebaut werden kann, um gesellschaftliche Ungleichbehandlungen weiter abzubauen.

sven„Das Votum der Mitgliederversammlung ist ein Zeichen dafür, dass die Mehrheit im Verein die Verantwortung annehmen will, die ein Verein dieser Größe hat“, sagt Sven-Eric Ratajczak, Vertreter der LINKEN im Sportausschuss. „Wir gratulieren den VfL-Frauen und ihren Unterstützerinnen und Unterstützern. Aber die Entscheidung ist nur ein Etappensieg“, so Ratajczak weiter. „Bis zur nächsten Mitgliederversammlung in einem Jahr müssen Vorstand und Aufsichtsrat ein tragfähiges Konzept vorlegen, mit dem die Frauen- und Mädchenfußballabteilung langfristig abgesichert wird. Die Vereinsführung um Wilken Engelbracht und Christian Hochstätter muss das jetzt zu ihrem Projekt machen. Die Verantwortlichen dürfen die Bestrebungen nicht aus falschen Eitelkeiten torpedieren, weil sie überstimmt worden ist.“ Ganzen Beitrag lesen »

Kein Fairplay beim VfL

17. Oktober 2014  Sport

Andrea KlotzAnlässlich der Ankündigung des Vereinsvorstandes des VfL-Bochum, die Frauen- und Mädchenabteilung in der kommenden Saison aufzulösen, erklärt das Mitglied der LINKEN im Bochumer Frauenbeirat Andrea Klotz:

„Es ist bedauerlich, dass ausgerechnet hier zu Lasten des Frauenleistungssports der Rotstift knallhart angesetzt wird. In einer Hauruck-Entscheidung sollen nun die Bochumer Spielerinnen aus dem Verein geworfen werden, ohne dass alternative Lösungsmöglichkeiten auch nur andiskutiert wurden. Ganzen Beitrag lesen »