Gedenken

Gedenken an den Widerstand gegen Kapp-Putsch und Faschismus

26. März 2018  Antifaschismus, Gedenken

Niemals vergessen! Gestern haben wir zusammen mit der VVN-BdA Bochum und vielen anderen in Bochum-Werne an die ermordeten Kämpfer gegen den Kapp-Putsch 1920 und an den Widerstand gegen den Faschismus erinnert. Am Denkmal auf dem Werner Friedhof haben wir einen gemeinsamen Kranz der Linksfraktion, des Bochumer Kreisverbandes und unserer Bundestagsabgebordneten Sevim Dagdelen niedergelegt.

Und darum geht es: Keine zwei Jahre, nachdem meuternde Matrosen und Soldaten den ersten Weltkrieg beendet und den Kaiser ins Exil gejagt hatten, putschten Teile der Reichswehr gegen die SPD-geführte Reichsregierung. Letzte Kaisertreue, Republikfeinde und erste Nazis wollten die Republik beseitigen. Ein Generalstreik war die Antwort. Mitglieder der Arbeiterparteien SPD, USPD und KPD sowie der Gewerkschaften griffen zu den Waffen, die sie aus dem 1. Weltkrieg mitgebracht hatten. Doch kaum traten die Anführer des Putsches ab, ließ der SPD-Reichswehrminister Noske das rote Ruhrgebiet stürmen. Mit denselben Truppen, die zuvor geputscht hatten. Und die nahmen im Ruhrgebiet Rache. 13 Jahre später waren Hitler und seine Nazis an der Macht. Seit 1921 wird jeweils am letzten März-Sonntag in Bochum-Werne an die Ereignisse erinnert und es werden Blumen niedergelegt.

79. Jahrestag der Reichspogromnacht

10. November 2017  Antifaschismus, Gedenken

Auf der zentralen Gedenkveranstaltung anlässlich des 79. Jahrestages der so genannten Reichspogromnacht haben wir den gemeinsamen Kranz des Kreisverbandes, der Ratsfraktion und der Bochumer Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen niedergelegt. Der Kampf gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus ist und bleibt uns ein stetes Anliegen. Dem Schwur von Buchenwald „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ fühlen wir uns auch zukünftig verpflichtet.

Ein Stolperstein für Anton Kolodziej

20. Oktober 2017  Antifaschismus, Gedenken

Gemeinsam mit der VVN-BdA hat die Bochumer Linksfraktion die Verlegung eines Stolpersteins für den Stahlarbeiter Anton Kolodziej ermöglicht. Während Mitglieder der VVN-BdA die inhaltlichen Recherchen durchführten, haben wir die Finanzierung übernommen. Am Freitag, den 20. Oktober, wurde der Gedenkstein zusammen mit dem Künstler Gunter Demnig an der Bahnhofstraße 65 in Wattenscheid verlegt.

Anton Kolodziej (1899-1943) lebte in Wattenscheid und arbeitete im Stahlwerk II des Bochumer Vereins. In dem Werk gab es eine intensive Zusammenarbeit von antifaschistischen Belegschaftsangehörigen und Zwangsarbeitern. Sie tauschten Informationen aus, diskutierten politische Fragen und die Entwicklung des Krieges. Nach einer Denunziation verhaftete die Gestapo Ende 1942 drei Arbeiter des Bochumer Vereins. Laut Einschätzung der Gestapo stellte die Belegschaft des Stahlwerks II „ein Sammelbecken von politisch unzuverlässigen Elementen“ dar – viele von ihnen seien „marxistisch und kommunistisch verseucht“. In ihrem Schlussbericht „in Sachen Kolodziej und anderer“ forderte die Bochumer Gestapo-Außenstelle „eine exemplarische Bestrafung herbeizuführen, damit ein abschreckendes Exempel statuiert wird“. Nach dem Prozess vor dem Volksgerichtshof am 17. September 1943 wurde Anton Kolodziej zusammen mit seinem Kollegen Josef Langner zum Tode verurteilt. Der dritte Angeklagte Johann Mlodoch erhielt eine fünfjährige Zuchthausstrafe. Kolodziej und Langner wurden am 18. Oktober 1943 und 13. Dezember 1943 hingerichtet.

Mit der Finanzierung des Stolpersteins für Anton Kolodziej wollen wir die Erinnerung an den Widerstandskämpfer unterstützen. Wir danken den Mitgliedern der Bochumer VVN-BdA für die Recherchen und die Dokumentation, die die Verlegung überhaupt erst möglich gemacht haben. Am 16. November findet im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, die Präsentation der Rechercheergebnisse statt. Los geht es um 17.30 Uhr. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

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Linksfraktion trauert um Jochen Marquardt

30. Mai 2016  Gedenken

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Jochen Marquardt auf dem Sommerfest der Bochumer LINKEN 2015.

Wir trauern um Jochen Marquardt, den Geschäftsführer des DGB Ruhr-Mark. Wir sprechen seinen Angehörigen und Freund*innen unser tiefes Beileid aus. Jochen wird uns fehlen. Und zwar nicht nur als couragierter Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, als engagierter Fürsprecher für eine solidarische Flüchtlingspolitik und als Mitinitiator wichtiger Bündnisse gegen Kürzungspolitik, Rassismus sowie Militarismus. Sein kämpferischer Humor und die Fähigkeit, uns auch angesichts schlechter politischer Verhältnisse weiter zu motivieren, war einmalig. Wir haben einen engagierten Kollegen verloren, mit dem uns viel mehr verbunden hat als nur gemeinsame Anliegen und Utopien. Sein Tod hinterlässt eine tiefe Lücke.

Nie wieder Faschismus, beendet die Kriege!

05. Mai 2015  Antifaschismus, Gedenken

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Am heutigen 5. Mai hat die VVN-BdA Bochum an die Befreiung von Faschismus und Krieg vor 70 Jahren erinnert und eine Kundgebung an der Gedenktafel im Eingangsbereich des Bochumer Stadtparks durchgeführt. Die Gedenktafel erinnert an die Erschießungen von Widerstandskämpfern und Zwangsarbeitern durch die Gestapo kurz vor Kriegsende in Bochum. Im Namen der Linksfraktion hat unser Ratsmitglied Horst Hohmeier zusammen mit der Bochumer Bundestagsabgeordneten Sevim Dağdelen und dem Sprecher des Kreisverbandes Amid Rabieh einen Kranz niedergelegt.

Die VVN schreibt: „Die Gestapo, die damals ihren Sitz in einer beschlagnahmten Villa auf der Bergstraße 76 hatte, erschoss allein hier, im Keller der Gestapowache, wenige Stunden vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen, 20 Menschen und verscharrte diese in Bombentrichtern im Stadtpark. Zu den Ermordeten gehörten der frühere KPD-Abgeordnete im Provinziallandtag Adolf Straube und der Sozialdemokrat Wilhelm Hüser aus Castrop-Rauxel. Nach der Befreiung von Faschismus und Krieg im Mai 1945 wurden die Leichen ausgegraben und auf dem Friedhof am Freigrafendamm beerdigt. Auf Initiative der VVN-BdA stellte die Stadt Bochum 2008 die durch Spendengelder finanzierte Tafel auf.“ Mehr Infos zur Kundgebung.

Nie wieder Faschismus!

07. November 2014  Antifaschismus, Gedenken

DIE LINKE.Bochum wird sich am kommenden Sonntag an den Gedenkveranstaltungen in Bochum und Wattenscheid beteiligen, die dort anlässlich des 76. Jahrestages der so genannten Reichspogromnacht stattfinden. An beiden Gedenkorten werden VertreterInnen der LINKEN gemeinsame Kränze des Kreisverbandes, der Ratsfraktion und der Bochumer LINKE-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen niederlegen.

sevinS ralf„Der Kampf gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus ist und bleibt uns ein stetes Anliegen. Dem Schwur von Buchenwald ‚Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg‘ fühlen wir uns dabei auch zukünftig verpflichtet“, so die Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Rat, Sevim Sarialtun und Ralf-D. Lange.

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